
Trockenrasen sind einzigartige Biotope. Spezielle Pflanzengesellschaften und viele Heuschrecken-, Falter- und Vogelarten sind auf diese Standortbedingungen angewiesen. Auf den trockenen, kalkreichen Böden wachsen z.B. Haarpfriemgras (Stipa capillata) oder Natterkopf-Habichtskraut (Hieracium echioides). Seltene Falterarten, darunter der Silbergrüne Bläuling (Polyommatus coridon) und das Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipenulae), haben dort ihr Zuhause. Neuntöter (Lanius collurio) und Goldammer (Emberiza citrinella) erfüllen den kargen Landstrich mit ihren Rufen.

Trockenrasen zählen zu den am stärksten gefährdeten Lebensraumtypen in Deutschland. In Brandenburg gibt es noch verhältnismäßig viele dieser einzigartigen Biotope. Wir in Brodowin nehmen unsere Verantwortung für deren Erhalt ernst!
Zur Renaturierung einer Trockenrasenfläche haben wir auf dem Großen Rummelsberg standortfremde Lärchen entfernen lassen.

Gefährdete Trocken-rasengesellschaften haben nun eine Chance, sich auszubreiten. Seltenen Falterarten, die derzeit schon auf dem benachbarten Kleinen Rummelsberg heimisch sind, geben wir so die Möglichkeit, ihren Lebensraum zu vergrößern.
Wir werden unseren Trockenrasen naturschutzfachlich angepasst, extensiv nutzen. Um das erneute Verholzen des Großen Rummelsbergs zu verhindern, lassen wir dort eine Eselherde weiden. Die Tiere sind an trockene, arme Standorte hervorragend angepasst. Und: Sie fressen Gehölze. Außerdem schaffen sie an den Flecken, wo sie sich Wälzen, offene Sandstellen. Das kommt unserem Trockenrasen zu Gute!
