Naturschutz

Saumbiotope

Hintergrund

In einer strukturreichen Agrarlandschaft finden sich zahlreiche verschiedene Kleinstlebensräume. Zwischen den Feldern finden sich Hecken, Baumreihen oder Obstalleen. Ursprünglich entstanden sie als Abgrenzung von Flächen mit verschiedener Nutzung und wurden oft über Jahrhunderte gepflegt.

Weniger auffällig aber von ebenso hoher Bedeutung sind die so genannten Saumbiotope. Dies sind Lebensräume entlang von Feldern, Wegen oder Waldrändern. An diesen, von der Bewirtschaftung ausgenommenen Flächen kann sich die Pflanzenwelt natürlicher entwickeln und wird zum Lebensraum zahlreicher Tierarten. Als Wohn- und Nistplatz, sowie Fluchtmöglichkeit vor Maschinen und Beutetieren, ziehen sie sich als Verbindungslinien zwischen den Lebensräumen durch die Agrarlandschaft. Ihre Blüten und Samen sind wichtige Nahrungsquelle für Tiere und bedeutsame Lebensstandorte der Ackerwildkräuter

Saumbiotop neben einem Getreidefeld


In der konventionellen Landwirtschaft leiden Saumbiotope besonders durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Die Rationalisierung der Landwirtschaft hat zur Folge, dass immer mehr solcher ungenutzten Teilflächen aus der Landschaft verschwinden.

Unser Beitrag

Mit gezielten Maßnahmen wollen wir von der Nutzung ausgenommene Saumbiotope erhalten und neu anlegen. Sie sollen verschiedene Kleinstlebensräume miteinander verbinden und zur Erhöhung der Artenvielfalt auf unseren Flächen beitragen. Aus diesem Grund haben wir an ausgewählten Schlagrändern unserer Betriebsflächen nach der Bodenbearbeitung Wiesenkräuter eingesät. Zur Pflege werden sie einmal im Frühjahr gemäht. Diese Blühstreifen, mit einer Breite bis zu zehn Metern sind wichtiges Nahrungs- und Rückzugsgebiet für Tagfalter, Heuschrecken oder Heckenvögel, wie z.B. der Neuntöter, der im hohen Gras nach Beute jagt.

Je älter die Säume werden, desto wertvoller werden sie als Lebensraum. Deshalb wollen wir diese Maßnahme dauerhaft in unsere Bewirtschaftung integrieren.