

Die "geheime" Bekenntnissynode der Bekennenden Kirche der Mark Brandenburg, am 10.11.1937 in der Kirche zu Brodowin, ist als Zeichen des Widerstands von Christen gegen den Nationalsozialismus zu würdigen.
Die Bekennende Kirche (BK) war eine Oppositionsbewegung evangelischer Christen gegen die Gleichschaltung von Lehre und Organisation der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) mit dem Nationalsozialismus.
Die Bekennende Kirche reagierte auf die Versuche der Gleichschaltung zuerst mit einer Abgrenzung ihrer Lehre, Organisation und Ausbildung, später auch mit politischen Protesten. Seit Dezember 1935 war die Arbeit der Bekennenden Kirche verboten, konnte aber im Geheimen fortgesetzt werden.
Der Staat versuchte, die bekennende Kirche durch Gesetze und Verordnungen zu unterdrücken. Zuwiderhandlungen wurden hart bestraft. Über die schwierige Lage beriet die Bekenntnissynode der Kirchenprovinz Mark Brandenburg und Grenzmark geheim am 10. November 1937 in Brodowin.
Vor der Synode in Brodowin fanden Bekenntnis-Kreissynoden statt. Um von der Gestapo nicht entdeckt zu werden, fand die Synode in der abgelegenen Kirche in Brodowin statt. Die Geheimhaltung könnte der Grund dafür sein, dass es heute über ihre Einberufung, Tagesordnung, Teilnehmer, Referenten und Berichte keine Unterlagen mehr gibt. Sie könnten aber auch im Krieg vernichtet worden sein.
Lediglich die vier Beschlüsse liegen noch vor: 1. Weiterer Aufbau der Bekennenden Gemeinden, 2. Kollektenfrage, 3. Wort an die Jugend, 4. Schreiben an den Evangelischen Oberkirchenrat und Konsistorium. Am 17. 11. 2007 wurde in der Kirche in Brodowin feierlich der Ereignisse von 1937 gedacht und eine Gedenktafel enthüllt.
