Naturschutz

Orchideenwiese

Hintergrund

Durch Trockenlegung ist vielerorts eine intensive landwirtschaftliche Nutzung möglich. Leider verschwinden damit die Feuchtwiesen aus unserem Landschaftsbild – und mit ihnen Orchideenarten wie das Steifblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata) und das Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis).

Breitblättriges Knabenkraut - Blume des Jahres 1994

Beide Orchideenarten blühen ab Mai. Im Namen des Breitblättrigen Knabenkrauts ist der Blühmonat sogar enthalten: majalis heißt so viel wie auf den Mai bezogen. Zu Pfingsten entwickelt die Pflanze wunderschöne Blütenstände - die aus bis zu 40 Einzelblüten bestehen.

Deutschlandweit nehmen die Bestände des Knabenkauts stetig ab. Auch wegen der intensiven Düngung in der Landwirtschaft, denn die Pflanzen vertragen den hohen Stickstoffeintrag nicht.

Unser Beitrag

Wir verzichten auf Stickstoffdüngung! Eine von Schwarzerlen zugewachsene, ehemals artenreiche Orchideenwiese haben wir renaturiert. Und wieder zu einer blühenden Pracht gemacht! Beweidet wird unsere Orchideenwiese erst ab Juni, nach der Hauptblütezeit des Knabenkrauts. Damit verzichten wir zwar auf den 1. Schnitt, die Orchideen aber können in Ruhe Samen bilden.

Unsere Rinder treten die Samenstände der Orchideen in den Boden ein. Die winzigen Samen des Breitblättrigen Knabenkrauts kommen so mit einem speziellen Wurzelpilz in Berührung. Mit ihm gehen sie eine lebenswichtige Symbiose (Mikorrhiza) ein.

Unsere Bewirtschaftung ist erfolgreich! Jedes Jahr nimmt die Zahl der Exemplare beider Knabenkraut-Arten zu.