Naturschutz

Fledermäuse

Hintergrund

Fledermäuse – die einzigen Säugetiere die fliegen können. Durch ihre einmalige Lebensweise nutzen sie eine besondere Nische in unserem Ökosystem. Auf ihrem Beutefang nehmen die kleinen „Vampire“ bis zu einem Drittel ihres eigenen Körpergewichts an Nahrung zu sich. Dabei saugen unsere heimischen Arten kein Blut! Sie ernähren sich von allen Arten Insekten und Spinnen, die nachts unterwegs sind. Besonders in Wäldern tragen Fledermäuse dazu bei, die Massenvermehrung von Forstschädlingen einzudämmen.

Braunes Langohr (Plecotus auritus)

Zum Schlafen brauchen Fledermäuse ein Sommer- und ein Winterquartier. Ab Oktober – wenn Insekten und Spinnen rar werden – ziehen sich die Tiere zum Winterschlaf zurück. Dabei legen sie teilweise beachtliche Strecken bis zu über 100 km zurück. Erst Mitte März werden unsere heimischen Arten wieder aktiv.

Leider sind Deutschlands Fledermäuse zum Teil vom Aussterben bedroht. Insektizide im Jagdgebiet oder Holzschutzmittel im Quartier machen den Tieren zu schaffen. Durch Umbaumaßnahmen an Häusern oder das Fällen von Höhlenbäumen verlieren die ortstreuen Tiere ihre Quartiere. Obdachlos geworden, haben sie kaum eine Chance zu überleben.

Unser Beitrag

Breitflügelfledermaus (Eptesicus serotinus)

Beim Abriss ungenutzter Gebäude auf unserer Betriebsfläche haben wir einen riesigen Keller von ca. 750 qm entdeckt. Dort haben sich verschiedene Fledermausarten zum Winterschlaf versammelt. Den Keller haben wir fledermausgerecht saniert und viele Nischenquartiere angebracht.

Besonders stolz sind wir darauf, dass sogar die seltene, in Brandenburg vom Aussterben bedrohte Mopsfledermaus (barbastella barbastellus) bei uns ihr Winterqartier bezieht.

Mopsfledermäuse sind ausgesprochen ortstreu. Sie legen zwischen Sommer- und Winterquartier nur Entfernungen bis zu 15 km zurück. Natürlich möchten wir den 4,5 bis 6 cm kleinen „Vampiren“, die in der frühen Dämmerung über Baumkronen hinwegjagen, auf unserer Betriebsfläche ein gutes Zuhause geben.